Samstag, 27. August 2016

Vinifuni Ligerz - Prêles




Nach mehr als einem halben Jahrhundert
darf man sich nicht wundern,
 wenn die Dinge sich verändert haben.




Bei der Anfahrt mit dem Schiff 
hat man zwar fast noch das Gefühl in
ein Zeitloch gefallen zu sein.




Auf den ersten Blick wirkt alles
noch wie vor 50 Jahren.





Ligerz selbst ist immer 
noch ein malerisches,...




... mittelalterliches Städtchen,




... wo sich sozusagen ein
Postkartenmotiv
an das Andere reiht.




Überragt von dem wohl 
bekanntesten Kirchlein
des Seelands.




Doch es gibt doch einige Veränderungen.
Die ehemalige Ligerz -Tessenberg.Bahn 
(LTB) heisst nun "Vinifuni"










Die LTB, 1912 gegründet,
fusionierte nach rund 90 Jahren
mit der Aare Seetalbahn und fährt
seit 2004 als Windebahn unter 
dem Namen "Vinifuni"





Hier kreuzten sich früher
die bieg-und talwärts fahrenden
Wagen.





Abgesehen davon ist
das Fahrerlebnis
weitgehend
gleich geblieben...




... und garantiert eine
traumhafte Aussicht
vom  /Plateau de Diesse /
Tessenbergplateau auf
den Bielersee und 
die St. Petersinsel.




Bei der Bergstation  Prêles komme ich
ins stutzen.
In meiner Erinnerung war das ein
mächtiges Gebäude gewesen.




Und zu meiner Beruhigung
finde ich das alte
Gebäude später auf
 einer Postkarte wieder.





Postkarten haben den Vorteil, dass sie die
Dinge festhalten, wie sie einst waren.
Diese Aufnahme stammt von ca. 1952
und zeigt den Dorfkern von Prêles, so wie 
ich ihn in Erinnerung habe.




Dort verbrachte ich ab 1954 für 
mehr als zehn Jahre regelmässig
die Sommerferien.




Trotz einiger Veränderungen, ist
der Platz ohne Mühe wieder zu erkennen.





Das Wappen lässt Rückschlüsse
auf den Namen "Prägelz" zu.
Prêles war damals bekannt 
durch die Ferienheime 
der Städte Basel,
Biel und Grenchen, sowie
die Arbeitserziehungsanstalt
 Tessenberg.





Ein anderes Wahrzeichen, 
das Hotel "Bären / Hotel de l'Ours
fiel  am 18. Mai 2015 einem Brand zum Opfer.



Das Tessenbergplateau ist nicht
zuletzt als Schauplatz von
Friedrich Dürrenmatts Krimi
bekannt geworden.




Dürrenmatts  Anfang der 
1950er Jahre erschienener 
Kriminalroman
 spielt in den Bielerseedörfern 
Ligerz und Twann und 
in den Gemeinden
Prêles/ Prügels   und  
Lamboing/Lamlingen 
auf dem Plateau de Diesse.



Freitag, 26. August 2016

Toilet Paper Day



Der heutige 26. August
 ist angeblich 
der internationale Tag des 
Toilettenpapiers, 
der toilet paper day. 




Und schon erschüttern 
einfache Kinderfragen, wie:
"Wer hat eigentlich das
 WC Papier erfunden?“,
 den Ruf des Opas, 
Allwissend zu sein bis
 in die Grundfesten.
Es gibt soviel, was man nicht weiss!

Nun ja,  am Anfang der Menschheits-
geschichte war es wohl die „linke Hand“
bestenfalls mit Blättern 
von Büschen und Bäumen
gewappnet ...




... genannt wird insbesondere
das Pestwurzblatt, das
 in Bayern immer noch
Arschwurz genannt wird.
Auch über die Verwendung
von Schwämmen, feuchten
Lappen und Heubüscheln
wird gewerweist.




Dann gähnt ein langes Loch
in der Geschichtsschreibung,...




...  ausser
dass die Chinesen 
schon im 9. Jahrhundert 
eine Art Toilettenpapier
benutzt haben sollen.




Aber in unseren Breitengraden ging
 es bis 1857,...




...  als ein Mann namens ...




... Joseph Gayetty, Medicated Papers 
auf den Markt brachte.
Einzelne, in Aloeextrakt getränkte
Blätter in einer Schachtel.


1880 nahm die die 
British Perforated Paper Company ihre
Tätigkeit auf und. 1890 
stellte die Scott Paper Company Toilettenpapier 
mit perforiertem Papier ab  Rolle her.


Ansonsten war
zerschnittenes Zeitungspapier 
 wohl noch bis  weit ins 20. Jahrhundert 
üblich. 




In Deutschland gilt Hans Klenk 
 als Gründer der  ersten Toilettenpapierfabrik
  HAKLE 1928 in Ludwigsburg.




Ein Vorreiter und  eine Ikone 
  im Klopapiergeschäft.




Allerdings beweist 
neueste Forschung,
wie dass in den ...




... Eisenwerken Gaggenau
 bereits 1888 perforiertes 
Toilettenpapier hergestellt wurde. 




Ueber die richtige
 Art des Aufhängens
der Papierrolle
in der Halterung,...


...  gehen 
die Expertenmeinungen
nach wie vor, auseinander.


Donnerstag, 25. August 2016

Bass Reeves




Manche wollen in ihm das 
Vorbild für den „Lone Ranger“ sehen.




Obwohl er weder weiss, noch 
Ranger  und nur kurze Zeit in Texas  war.




Bass Reeves 
(Juli 1838 - 12. Januar 1910) 
wurde als Sklave geboren
und wurde  der erste
von Richter Parker und Marshall J.F. Fagan 
ernannte, schwarze Deputy US Marshal
 westlich des Mississippi River. 
Er arbeitete hauptsächlich 
in Arkansas und im  Indianerterritorium.


Während des Bürgerkrieges
floh er ins "Indian Territory," 
wo er von den dort lebenden
Indianern akzeptiert wurde.
Er lernte ihre Sitten und Sprache 
und wurde zum Kenner
des Landes.

Dieser Umstand kam ihm dann zu Gute.
Auf Grund seiner Kenntnisse
des "Territories"
wurde er einer von
Richter Parkers Männern.
Reeves war zu der Zeit 38 Jahre alt,
 6 Fuss 2 Zoll gross, wog 180 Pfund
und ritt auf einem grossen Pferd.
Manchmal soll ihn ein indianischer 
Hilfspolizist begleitet
haben, was vielleicht zum
 "Lone Ranger Mythos"
passen würde.

Er gewann schnell den Ruf eines zähen
 und furchtlosen „Lawmans“.
Seine Ausdauer, seine 
Unerschrockenheit, seine Fähigkeiten 
mit der Waffe,  wie seine Fähigkeit, 
Geächteten auszutricksen,
machten ihn zum Schrecken
 aller Gesetzlosen.




Reeves arbeitete 32 Jahre 
als  im Indian Territory
 und brachte in dieser Zeit an die
3000 Gesetzesbrecher zur Strecke, ...




... erschoss in Ausübung seines Dienstes
14 Männer, ohne selbst 
je verletzt zu werden.




Bass Reeves Statue
von Harold Holden
in Fort Smith.

Reeves war einer der grössten
Menschenjäger in der 
Geschichte des Westens und 
er hätte einen Platz in der Reihe
der grossen Legenden
 des Westens verdient.
Seine Lebensgeschichte schreit geradezu
 nach einer Verfilmung.
Aber der Beitrag der Afroamerikaner
zur Geschichte des
Westens wurde
lange Zeit, aus
rassistischen Gründen
ignoriert und totgeschwiegen.

Dass es nicht einmal in den 
1950er und 60er Jahren,
der goldenen Zeit der Western Serials
zu einer TV Serie über ihn kam,
lässt sich nur mit seiner Hautfarbe
erklären.
Ein Neger als Westernheld war 
damals weder denkbar
noch vorstellbar.

Nicht einmal die "Blaxploitation"
Western der frühen 1970 Jahre
griffen seine Geschichte auf.

Wie andere Afroamerikaner,
etwa die "Buffalo Soldiers"
oder Bill Pickett wurde
auch Bass Reeves erst in jüngerer Zeit
einem breiteren Publikum bekannt.



Eine Zeitlang hiess es, dass Morgan Freeman 
Reeves Leben verfilmen wolle.
Nun, es wäre an der Zeit.